Folge 004 – Kreuzworträtselmord

Im Jahre 1981 verschwand Lars Bense nach einem Kinobesuch. Eine sofortige Suchaktion nach den Jungen blieb ohne Erfolg. Zwei Wochen später fand man seine Leiche in einen alten Reiskoffer an der Bahnstrecke Halle-Leipzig. Im Koffer befanden sich neben einer Plastiktüte diverse Zeitungen mit ausgefüllten Kreuzworträtseln. Der Fall wurde einer der bekanntesten Kriminallfälle der DDR. Der sogenannte “Kreuzworträtselfall

ARD/MDR DIE GROSSEN KRIMINALFAELLE, DER KREUZWORTRAETSEL-MORD, Film von Gunther Scholz, am Donnerstag (08.06.00) um 21.45 Uhr im Ersten. Ausgefuellte Kreuzwortraetsel, gefunden in dem Koffer mit der Leiche des Jungen, waren alles andere als eine heisse Spur fuer die Kriminalisten. © MDR - honorarfrei nur im Zusammenhang mit genannter MDR-Sendung bei Nennung "Bild: MDR". (S1) Andere Verwendung nur nach Absprache. MDR-HA KoMa (0341) 300 6477 oder -6463 Fax -6456 email: pressefoto@mdr.de

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8 Kommentare zu “Folge 004 – Kreuzworträtselmord

  1. Schöne thematisch passende Idee mit dem Kreuzworträtsel!
    Aber irgendwie fehlt die Nr. 1, aber geht natürlich auch ohne.
    4 senkrecht hat dann auch noch schöne Erinnerungen an eine fantastische Location geweckt 🙂
    Die Lösung – den „Forensiker“ – solltet Ihr wirklich mal zu einem Podcast einladen.

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  2. Oh Kreuzworträtsel könnt Ihr ruhig öfter machen, das macht spass. Die Lösung Forensiker bekommt man ohne Google raus, da man gar nicht alles lösen muss um drauf zu kommen. Danke für den Spass.

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  3. Lieber Hatti, lieber Klaus,

    eine sehr gute Folge war das. Anzumerken hätte ich noch, dass das Hervorbringen der traumatischen Kindsheitserinnerung vor Gericht vielleicht nur ein Ausdruck davon ist, dass Menschen solche brutalen Taten verstehen wollen und rationale Gründe suchen – auch wenn solche vielleicht gar nicht vorliegen.

    Viele Grüße und weiter so
    Obo

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  4. Pingback: Face of Death | Lost in Podcasts

  5. Gute Folge!! Superpodcast. Nur eine kleine Anmerkung: Das mit den 15 Jahren ist ein Gerücht!! Natürlich haben Richter immer einen gewissen Ermessensspielraum (Es gibt bei fast jeder Straftat ein Höchst- und ein Mindestrafmaß) aber um für Mord nur 15 Jahre zu kriegen muss man schon seehr viel Glück haben. Die sllermeisten Haftstrafen in solchen Fällen gehen deutlich, sehr deutlich darüber hinaus. Das können 40 Jahre oder noch deutlich mehr werden. Für viele Erwachsene bedeutet es, wenn sie bei Antritt ihrer Haftstrafe bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben, de facto auch ohne anschließende Sicherungsverwahrung lebenslänglich und andere kriegen eine Sicherungsverwahrung oben drauf. Ich bezwifle auch dass sich die Gefängnisse in der DDR durch besondere „Humanität“ ausgezeichnet haben, zumal wegen Kindesmissbrauch veurteilte im Knast schon seit jeher einen, gelinde ausgedrückt schweren Stand haben. Wer mehr zu dem Thema wissen will, dem sei das Buch „Knast“ von Jo Bausch empfohlen. Der Gefängnisarzt, der übrigens ein guter Gast wäre, räumt darin mit vielen Popuären Gerüchten über den Alltag im Gefängnis und das deutsche Strafrechts- und Strafsystem auf. Das mit den 15 Jahren ist nur eines davon. Ansonsten aber wie gesagt ein sehr guter Podcast und eine gute Folge!! Auch die Idee mit dem Kreuzworträtel ist super!! Weiter so!!
    Gruß,
    Sascha

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  6. Moin!

    Ich habe gerade Euren Podcast gehört und eine Anmerkung zur zeitige Freiheitsstrafe. Die 15 Jahre, die angesprochen werden, sind die höchste zeitige Freiheitsstrafe, die wir in Deutschland haben. Wenn sie verhängt werden kann, wie beispielsweise beim Totschlag, dann steht da auch im Gesetz drin, dass die Strafe x – 15 Jahre betragen kann.

    Lebenslänglich, wie beispielsweise bei Mord, heißt tatsächlich auch erst einmal lebenslänglich und ist auch so gemeint und eigentlich so gedacht. Uneigentlich gibt es einmal die Grundrechte und dann die Menschenrechte, die beide in Deutschland gelten. In der Öffentlichkeit werden Gefängnisstrafen oft als relativ harmlos hingestellt, hach, dann sind die Leute halt ein wenig eingesperrt, was soll’s, sie bekommen ja Essen und Kleidung und haben ein Dach über dem Kopf. Nichtsdestotrotz sind Gefängnisstrafen eine enorme Belastung, denn selbst wenn man das Glück einer Einzelzelle hat, so kann das Wachpersonal jederzeit reinkommen und einen kontrollieren, es ist egal, ob man dann gerade wichst oder auf dem Klos sitzt oder nur harmlos am Tisch und einen Brief schreibt. Keine Tür kann man selbst öffnen oder abschließen, man wird einzeln von einem Wächter durch die Flure geführt, wenn man irgendwo hin muss, die Kleidung, die man bekommt, gehört einem nicht, die wurde auch von anderen Leuten vorher getragen, gerne passt sie eben meist auch nicht. Jobs sind Mangelware, therapeutische Angebote ebenso, die medizinische Versorgung ist durchgehend schlechter als in Freiheit, Bücher werden kontrolliert, man kann nicht einfach einen Stapel in der Zelle haben, bis man einen Fernseher bekommt, dauert es und man muss sich dann auch immer gut benehmen, sonst ist der weg, man hat kein Geld, darf so manche persönliche Sachen, die einem wichtig sind, nicht bei sich haben, die werden dann weggeschlossen wenn man ins Gefängnis kommt, einfache Zeitschriftenabos und sei es die Praline werden dadurch erschwert, dass nur von Werk eingeschweißte Sachen geschickt werden dürfen, Stichwort Schmuggelgefahr, genauso wie man sich nicht einfach irgendwelche Dinge ins Gefängnis bestellen kann. Für jeden Pups muss man fragen oder gar einen Antrag stellen. Post und Telefon werden überwacht (Telefonate sind deswegen erheblich teurer als in der freien Wirtschaft, viele können sie sich deswegen nicht leisten) und trotzdem blüht der Schmuggel, entweder man kriegt da seinen Teil ab oder hat Pech gehabt, wenn man richtig Pech hat, wird man abgezogen. Unter den Häftlingen herrscht oft genug Gewalt, die die Wachleute nicht unterbinden können, weil es in sich geschlossene Systeme sind, wo auch die Opfer keine Aussagen machen.

    Freiheitsstrafe heißt nicht nur, dass die Möglichkeit, sich frei in der Gesellschaft zu bewegen, eingeschränkt wird, es bedeutet auch Freiheitseinschränkungen in sehr vielen höchst persönlichen Bereichen, der Sexualität, der Intimpflege, des Tagesablaufes, der Nahrung, der medizinischen Behandlung, der Entscheidung, mit bestimmten Leuten (keinen) Kontakt zu haben usw. usf. Es gibt Menschen, die das nicht aushalten und daran zerbrechen, auch schon bei kürzeren Strafen als lebenslänglich. Dennoch ist das nicht bei allen Gefangenen so, weswegen die lebenslange Freiheitsstrafe an sich nicht grundgesetzwidrig ist und damit weiter erlaubt. ABER zur Wahrung der Menschenwürde, die ja im Gefängnis durchaus „angekratzt“ wird, ist es notwendig, dass auch die lebenslänglich Verurteilten wenigstens die Chance haben, wieder in Freiheit leben zu können und deswegen muss regelmäßig geprüft werden, ob der Verurteilte wieder in die Freiheit entlassen werden kann. Was aber auch eine individuelle Prüfung ist, der längste zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilte Mensch in Deutschland sitzt seit ca. 50 Jahren, die Begründung, ihn hinter Gittern zu halten lautet mittlerweile nicht mehr, dass sein Verbrechen (Tötung eines Liebespaares) so schlimm war, sondern dass er zu alt ist, um noch in Freiheit existieren zu können. Wen es interessiert, das Urteil kann man nachlesen: https://openjur.de/u/60105.html

    Mir ist klar, dass die Leute, die umgebracht worden sind, nie wieder irgendetwas erleben werden, dass das soziale Umfeld der Opfer auch Opfer geworden ist, aber letztlich finde ich diesen Ansatz sehr gut, denn letztlich würde eine lebenslange Freiheitsstrafe heißen, die Menschen lebendig zu begraben, was auch eine Art Todesstrafe ist und dennoch handelt es sich auch bei Verbrechern um Menschen und Ausnahmen von der Geltung für Menschen- bzw. Grundrechte würden diese nur aushölen und ihrem Sinn berauben.

    Und als weitere Anmerkung: Alkoholmissbrauch und ähnliches, „um auf Schuldunfähigkeit zu gehen“ bringt tatsächlich nur etwas, wenn man tatsächlich auf Schuldunffähigkeit zu gehen versucht, damit in die Psychiatrie (bzw. Forensik) kommen zu wollen, ist eine schlechte Idee, weil man da nicht x Jahre sitzt, sondern so lange, bis man wieder gesellschaftsfähig ist und das dauert idR länger als die Gefängnisstrafe, zu der man verurteilt worden wäre, kein Verteidiger, der halbwegs bei Verstand ist, wird das für seinen Mandanten durchzuboxen versuchen.

    Daneben die Geschichte mit der schlimmen Kindheit. Die schlimme Kindheit ist natürlich auch vor Gericht keine Ausrede für irgendetwas, man wird, so einem die Tat bewiesen werden kann, trotzdem schuldig gesprochen. Es kann allerdings sein, dass bei der Bemessung der Strafhöhe die Persönlichkeit des Angeklagten eine Rolle spielt, denn die schlimme Kindheit kann dazu führen, dass bestimmte Dinge, die im gesellschaftlichen Umgang mit anderen Menschen wichtig sind, nie gelernt wurden, beispielsweise eine halbwegs ordentliche Konfliktlösung ohne dem anderen gleich eins auf die Rübe zu geben oder psychische Schäden davongetragen wurden. Nicht jeder mit einer schlimmen Kindheit wird zum Verbrecher, nicht jeder mit einer schlimmen Kindheit trägt psychische Schäden davon, aber das heißt im Umkehrschluss eben nicht, dass alle mit einer schlimmen Kindheit sich bloß anstellen und in Wirklichkeit ohne Schäden davonkommen und bei den Leuten, wo es wirklich mit der Tat zu tun hat, kann (nicht muss) es in der Strafzumessung berücksichtigt werden. Was gar keine so einfache Entscheidung ist, wie man beispielsweise an der Beurteilung der Strafzumessung für religiös begründete Gewalt an Frauen sehen kann oder wenn da ein Vierzigjähriger vor Gericht steht, der aber schon mit 15 in die Lehre und aus dem Elternhaus raus ist, die Kindheit also schon sehr lange zurückliegt. Man ist ja nicht nur in der Familie zu Hause, sondern auch in der Schule, bei der Arbeit, agiert mit Freunden und kriegt dann durchaus „das gesellschaftliche Normbild“ mit, nach dem man sich zu richten hat und weiß, dass Frauenschlagen böse ist und dass Konflikte auch mal mit Reden gelöst werden können. Im Regelfall handelt es sich aber um ein paar Monate, keinesfalls um Jahre und es passiert eher selten, dass man bei diesen Fällen gerade an irgendwelchen Grenzen liegt, z.B. ob noch eine Bewährung möglich ist.

    Und zum Alkohol (bzw. psychischen Erkrankungen): Grundlage für eine Verurteilung ist nicht nur die Erfüllung des jeweiligen Tatbestandes, sondern auch die persönliche Schuld des Angeklagten. Schuld kann man aber nur sein, wenn man wusste, was man tat. Das ist bei „seelischen Störungen“ bzw. einem zu hohen Alkoholkonsum bzw. Drogeneinfluss bzw. Schlafwandeln eben nicht der Fall und auch wenn es gern als Taktik der Verteidigung hingestellt wird (und sicher auch manchmal ist), so ist es dennoch wichtig, das im Blick zu behalten und ernsthaft zu prüfen und darauf zu pochen ist eine der ureigensten Aufgaben der Verteidigung, damit der Angeklagte ein gerechtes Verfahren erhält, denn was wäre eine Rechtsprechung, wenn Leute, die nicht ausreichend bei Sinnen waren, um zu wissen, was sie taten, die Schuld dafür tragen müssen?

    Bei Alkoholmissbrauch kann man in besonderen Fällen dennoch wegen der Tat, die man begangen hat, verurteilt werden, wenn man sich beispielsweise Mut angetrunken hat, um den missliebigen Nachbarn um die Ecke zu bringen oder wenn man weiß, dass man gewalttätig wird und seine Frau verprügelt, wenn man getrunken hat und trotzdem trinkt (nicht ganz unumstritten, weil der Beginnzeitpunkt der Tat auf diese Weise relativ weit nach vorn verlegt wird, aber durchaus Rechtsprechung in Deutschland), ansonsten gibt es tatsächlich auch noch den § 323 a, wo der vorsätzlich und fahrlässige (!) Vollrausch unter Strafe gestellt wird, wenn man in diesem Zustand eine rechtswidrige Tat begangen hat und infolge des Rausches wegen (nicht auszuschließender) Schuldunfähigkeit nicht verurteilt werden kann. Die Höchststrafe sind fünf Jahre.

    Vielleicht wäre es auch mal eine nette Ergänzungsfolge, wenn Ihr nicht nur Mark (oder Lydia) Beneke beizeiten mal in den Podcast holt (falls Ihr das nicht schon getang habt, ich habe gerade erst bei Folge 0 angefangen und höre ihn chronologisch hintereinander weg), sondern auch einen Juristen oder Kriminologen. Zum einen ist die Unterscheidung zwischen Mord und Totschlag in Deutschland alles andere als toll und entspricht nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch (Totschlag ist alles, was nicht Mord ist und Mord ist das nur, wenn man das Opfer auf bestimmte Weise bzw. mit bestimmter Motivlage umgebracht hat, das hat zur Folge, dass es Fälle gibt, wo Menschen absichtlich umgebracht worden sind, es sich aber nicht um Mord handelt bzw. auch einen Fall, wo der Täter wegen Mordes verurteilt wurde, weil er das Merkmal der Heimtücke erfüllt hatte, weil er einfach in die Teestube gegangen war, seine Waffe gehoben und seinen Onkel erschossen hatte – hätte er, bevor er die Waffe gehoben hat, dem Onkel zugerufen „Ich töte dich!“ wäre es keine Heimtücke mehr gewesen und der Mann nur wegen Totschlages verurteilt worden, der Unterschied ist die Strafzumessung – von 5 – 15 Jahre vs. auf jeden Fall lebenslänglich (das Motiv des Täters: der Onkel hatte die Frau des Täters vergewaltigt, die kam damit nicht klar)), während die meisten Leute mit Totschlag etwas wie Tötungen aus dem Affekt heraus verbinden und mit Mord die absichtliche und geplante Tötung eines Menschen, aber auch die Strafzumessung in Deutschland ist interessant und keinesfalls so eindeutig, wie man sich das als Bürger wünschen würde, vielleicht auch nicht, weil es dann wieder starre Vorgaben gibt, die die Besonderheiten des Einzelfalles nicht berücksichtigen. Für Euren Podcast ist das natürlich interessant, weil man daran sehen kann, wie die Gesellschaft heute damit umgeht, für den Alltag der Höhrer aber vielleicht auch, wenn man das Lieblingsbeispiel der Strafrechtler nimmt, den Straßenverkehr, um zu zeigen, wie dicht man als Otto-Normalbüger selbst an der Tötung von Menschen dran sein kann, auch wenn man das gar nicht will und sich dann auch schon ganz schnell im höheren Körperverletzungsbereich und Totschlag, als Raser mittlerweile ja auch Mord, bewegt.

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